High Sunderland nutzt Glas, Holz und Bernat Kleins Farbe als Struktur
Das sogenannte See-Through House ist nicht einfach transparent: Ein Acht-Fuß-Holzraster, farbiges Glas und verborgene Räume kontrollieren jeden Blick.
Kurzantwort
Peter Womersley entwarf High Sunderland 1957 nahe Galashiels für Textildesigner Bernat Klein auf einem Acht-Fuß-Raster aus Makoré-Holz. Klares und farbiges Glas öffnet lange Sichtachsen; Hartholzpaneele, verborgene Türen und Einbauten kontrollieren Privatsphäre. Nach Brand- und Wetterschäden restaurierte Loader Monteith das Haus behutsam. RIMOWAs Fotografien erfassen Transparenz; die Einstufung Category A erklärt, warum erhaltene Textilien und Innenräume nationale Bedeutung besitzen.
Transparenz wird sorgfältig dosiert
Der Grundriss mit 14 mal fünf Feldern liegt auf einer Betonplatte unter Flachdach. Makoré-Rahmen setzen ein Acht-Fuß-Modul; klares Flachglas öffnet Räume zum Wald, vertikales Holz und farbige Vitroslab-Felder markieren Wohn-, Schlaf- und Dienstzonen. Gelbes und grünes Glas unterbrechen die scheinbare Neutralität des Rasters.
Innen sammelt sich ein abgesenkter Wohnbereich um eine doppelseitige Feuerstelle aus grauem Marmor. Travertin und Fliesen treffen auf eine polierte Obeche-Decke; Paneele aus Indigbo, Palisander und Nussbaum verbergen Türen zu Schlafsuiten. Das Haus wirkt offen, weil Zirkulation verdichtet ist – nicht weil jeder Raum bloßliegt.
- Die Struktur ist ein Makoré-Holzrahmen auf einem Acht-Fuß-Modul.
- Im Inneren stehen abgesenkter Wohnraum und doppelseitige Feuerstelle aus grauem Marmor im Mittelpunkt.
Bernat Klein lieferte mehr als Vorhänge
Klein gab das Haus 1956 in Auftrag, nachdem er Womersleys Farnley Hey gesehen hatte. Als Textildesigner und wichtige Figur der Kunstszene in den Borders entwarf, färbte und webte er die Stoffe für High Sunderland. Seine Farbe tritt im Glas und auf Oberflächen als Teil der Architektur auf statt als austauschbare Dekoration.
Die Aufgabe verband zudem Zuhause und geschäftlichen Besprechungsraum. Das Raster erlaubte spätere Anpassung; eine Studioergänzung 1982 füllte einen Teil des früheren Hofs und Teichs. Die Bedeutung liegt in dieser Arbeitsbeziehung: Womersleys modulare Disziplin gibt Kleins Materialexperimenten einen präzisen Rahmen.
- Bauherr und Textildesigner war Bernat Klein.
- Das ursprüngliche Programm verband Familienhaus und geschäftlichen Besprechungsraum.
Unsichtbare Verbesserungen schützen ein sichtbares Original
Brand- und Wetterschaden 2017 verlangten von Loader Monteith die Reparatur eines bemerkenswert intakten, aber empfindlichen Gebäudes. Das Büro ergänzte ein Warmdach, verbesserte Dämmung und Leitungen und arbeitete mit Schreinern am Erhalt ursprünglicher Beschläge und Innenräume. Historic Environment Scotland führt das Haus in Category A, der höchsten nationalen Kategorie.
Unser Urteil: High Sunderland gehört zu den besten Themen der RIMOWA Häuserreihe, weil Technik, Textilien und Restaurierung auf den Fotografien lesbar sind. See-Through House ist einprägsam, aber unvollständig. Die eigentliche Leistung ist Kontrolle – was sich öffnet, was im Holz verschwindet und wie ein strenges Raster ein relativ kleines Haus weit macht.
- Denkmalstatus: Außen- und Innenraum sind in Category A eingetragen.
- Restaurierungsprinzip: Leistung verbessern, ohne Womersleys Raster und Kleins Oberflächen zu löschen.
Häufig gestellte Fragen
Wer entwarf High Sunderland?
Warum heißt es See-Through House?
Wurde High Sunderland restauriert?
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